Wenn zum Beispiel ein Elefant den Körperkontakt mit einem befreundeten
Elefanten sucht und ihm das verunmöglicht wird, da er angekettet
ist, kann er zu stereotypieren beginnen. Der Elefant wird erst mit dem
Weben aufhören, wenn er sein Ziel erreicht, d.h. den befreundeten
Elefanten berühren kann oder wenn ihn ein neuer Reiz ablenkt. Wenn
er nun aber auch diesen Schlüsselreiz nicht befriedigen kann, beginnt
der Kreis der Endtäuschungen von vorne und der Elefanten wird so
zu einer traurigen und frustrierten Kreatur.
Eine ausreichende Bedürfnisbefriedigung kann man an der Gesundheit
und am natürlichen Verhalten der Elefanten erkennen.
Die gestörten Verhaltensweisen der Zoo- und Zirkuselefanten können
auch Folgen von Unterbeschäftigung und Reizarmut sein.
Den Elefanten in den Zoos und Zirkussen fehlen die täglichen Herausforderungen
mit denen die Elefanten in der Wildnis konfrontiert sind. Feindvermeidung,
Futter- und Wassersuche
sind Schlüsselreize die in den Zoos und dem Zirkus fehlen. Darum
ist es wichtig die Elefanten sinnvoll zu beschäftigen und ihnen
so Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.