Wie die NZZ am Sonntag
am 2.3.03 berichtete, haben Forscher der University of Sussex in Brighton
und das Amboseli Elephant Research Project nun aber herausgefunden ("Animal
Behaviour", Bd. 65, S. 317), dass dies den Elefanten jedoch nicht
so wichtig zu sein scheint.
Ihre Kontaktrufe zu Verwandten oder befreundeten Herden über grössere
Entfernungen enthalten die wichtigsten Informationen im auch für
uns hörbaren Bereich. Elefanten können demnach bis zu 100
Individuen an ihrer Stimme erkennen.
Die Reichweite der relevanten Informationen in einem solchen sozialen
Ruf beträgt jedoch lediglich maximal 2,5 km. Die bisherige Vermutung
war, dass die Elefanten über Distanzen bis zu 10 Kilometer Informationen
austauschen würden.
Die Biologen hatten 1700 Elefanten im kenyanischen Amboseli Nationalpark
über Jahre hinweg beobachtet und die Stimmen der Tiere aufgezeichnet.
Bei Playback Versuchen reagierten die Elefanten auf die Aufnahmen von
gut bekannten Kollegen, indem sie mit dem Rüssel in der Luft schnüffelten,
Antwort gaben und auf die Lautsprecher zuliefen.
Die Forscher nehmen an, dass die Infraschall Frequenzen einfach
auf Grund der Grösse der Tiere im Kehlkopf entsteht und nicht für
die Kommunikation genutzt werde. Wichtiger für die "Ferngespräche"
sei der Rüssel, der die hörbaren Töne verstärken
könne.