Auch in der heutigen Schweiz ist die Elefantenbullen-Haltung nicht
erfreulich.
Der einzige erwachsenen Bulle, Maxie in Zürich,
lebt in einem sehr kleinen und engen Wechselstall. Der Stall entspricht
etwas mehr als der doppelten Körperlänge. Um sich um die eigene
Achse zu drehen, muss Maxie, wegen den schönen langen Stosszähnen,
den Kopf einziehen. Diese engen Platzverhältnisse sind vor allem
während der Musth ein
grosses Problem, da die Musth bei Maxie meistens im Winter auftritt.
Während dieser Jahreszeit können die Elefanten aus klimatischen
Gründen nur für kurze Zeit in die Aussenanlage gelassen
werden. So bleibt ihm nichts viel anderes übrig, als zu stereotypieren
oder um Futter zu betteln.
Das Stereotypieren, d.h. auf "elefantentypische
Art" mit dem Kopf und Oberkörper hin und her schaukeln, ist
so stark, dass sich an seinem gewohnten Stehplatz Vertiefungen wie Trittsiegel
in den Boden eingeschliffen haben.