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0.1 Malayka, die Gemütliche
Erkennungsmerkmale: Glatte Stirn, kaum Schwanzhaare, sehr lange, schlanke
und spitze Stosszähne, die nach unten gerichtet sind.
Malayka, Jahrgang 1971, verbrachte ihre Jugend im Zirkus
Knie und schloss sich 1984 der Zolli-Gruppe an. Sie gilt als sehr
umgänglich und talentiert, aber ein bisschen träge; sie vermeidet jede
'unnötige' Anstrengung und sie steht oft mit gekreuzten Hinterbeinen in
der Sonne und döst mit halbgeschlossenen Augen. Wenn es allerdings ums
Essen geht, so erwachen bei ihr sofort alle Lebensgeister.
Malayka ist die rangniedrigste der drei erwachsenen Kühe. Deshalb ist
ihr Verhältnis zur rasch heranwachsenden Maya, dem ältesten und ranghöchsten
der drei Jungtiere, oft ein wenig gespannt, denn Maya wird als erste die
Hierarchie der Erwachsenen beeinflussen. |
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0.1 Heri, die Wachsame
Erkennungsmerkmale: Deutliche Horizontalfalten auf der Stirn, kurze Stosszähne.
Heri wurde 1976 im Krüger Nationalpark in Südafrika geboren.
Sie kam 1979 in den Zoo Hannover und 1988 nach Basel. Heri ist die aufmerksame,
vorsichtige und beschützende 'Tante', die sich stets umsichtig der drei
Teenager annimmt. Obschon grundsätzlich ruhig und umgänglich, kann sich
Heri über Ungewohntes oder vermeintlich Bedrohliches sehr schnell aufregen
und entsprechend temperamentvoll reagieren. Ihr neugieriges, lernfreudiges
und aktives Wesen macht sie zum Mittelpunkt des täglichen Elefantentrainings.
Obwohl in der Rangordnung nur die Nummer zwei, bestimmt sie doch weitgehend
das Geschick der Gruppe. Sie wird nach dem Tode
der greisen Ruaha voraussichtlich die Matriarchinnenrolle übernehmen.
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0.1 Rosy, die Verspielte
Erkennungsmerkmale: Glatte Stirn, der rechte Stosszahn ist etwas kürzer
und tritt höher aus als der linke. Beide Zähne sind nach vorne gerichtet.
Wahrscheinlich 1995 im Tuli-Reservat in Botswana zur
Welt gekommen. Rosy ist, ganz im Gegensatz zu Maya, sehr verspielt und
sie liebt direkten Körperkontakt, sowohl zu ihren Artgenossen wie auch
zu den Pflegern. Sie hat ein sehr sanftes Wesen, weshalb sie vom deutlich
jüngeren, aber sehr selbstbewussten Yoga rangmässig bereits überflügelt
worden ist. |
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0.1 Maya, die Zurückhaltende
Erkennungsmerkmale: Obschon Maya das grösste der drei Jungtiere ist,
hat sie keine Stosszähne. Wahrscheinlich 1994 im Tuli-Reservat
in Botswana geboren.
Es hat schon immer einzelne Elefantenfamilien gegeben, in denen ab und
zu Junge ohne Stosszahnanlagen geboren wurden (wie es auch Menschen gibt,
die mit vier oder sechs anstelle der 'normalen' acht Schneidezähne zur
Welt kommen). Das Fehlen dieser wirkungsvollen Hebe-, Stoss-, Grab- und
Brechinstrumente wirkte sich bei der Nahrungssuche und der Selbstverteidigung
eher negativ aus, weshalb sich stosszahnlose Individuen langfristig weniger
erfolgreich fortpflanzen konnten als ihre bezahnten Artgenossen.
Es haben sich deshalb nie ganz stosszahnlose Populationen herausgebildet.
Doch bei der Elfenbein- und Trophäenjagd
wurden über Jahrhunderte immer nur Tiere mit möglichst grossen Stosszähnen
herausgeschossen, sodass sich der genetische 'Fehler' zum Vorteil wandelte.
Als Folge dieser menschlichen Eingriffe sind heute stosszahnlose Individuen
überdurchschnittlich stark vertreten. Maya wirkt vom Charakter her eher
zurückgezogen, ernst und ruhig. Sie ist zwar durchaus umgänglich, sie
lässt sich aber nicht gerne anfassen und sie bleibt lieber auf Distanz.
Maya ist, schon wegen ihres Alters und ihrer Körpergrösse, die Chefin
der Tuli-Gruppe. |
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1.0 Yoga, der Lausbube
Erkennungsmerkmale: Deutliche Stirnfalten, beide Stosszähne sind gleich
lang und wachsen nach unten. Wahrscheinlich 1996 im Tuli-Reservat
in Botswana geboren.
Yoga lernt unglaublich schnell und er ist an allem interessiert, vor allem
wenn es essbar ist. Sein Appetit scheint unstillbar und als unternehmungslustiger
Lausbube stibitzt er sowohl seinen 'Tanten' wie auch seinen Altergenossen
immer wieder begehrte Leckerbissen vor den Rüsseln weg. Entsprechend schnell
legt er an Gewicht und damit auch an Selbstvertrauen zu. Erwachsene Afrikanische
Elefantenbullen können über 7 Tonnen schwer
werden. Sie sind damit die schwersten Landsäugetiere. Yoga wird frühestens
mit 10 Jahren geschlechtsreif werden. Freilebende Männchen kommen aber
kaum je vor ihrem zwanzigsten Lebensjahr zur Fortpflanzung, weil die grossen,
über dreissigjährigen Bullen die jüngeren Männchen dominieren. |
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0.1 Ruaha, die Matriarchin
29.07.2010 Elefantenkuh Ruaha im Zoo Basel gestorben
Ruaha, die älteste in einem Zoo lebende Afrikanische Elefantenkuh,
ist in der Nacht auf Donnerstag, den 29. Juli im Zoo Basel altershalber
gestorben. Ihr Alter wurde auf 59 Jahre geschätzt. 1952 kam sie vermutlich
einjährig in den Zoo Basel. Ihre Betagtheit war Ruaha zwar anzusehen,
ausser den üblichen Alterserscheinungen hatte sie aber keine gesundheitlichen
Probleme.
Erkennungsmerkmale: Borkenartige Haut mit vielen
kleinen Noppen, stumpfe, aber mächtige Stosszähne.
Ruaha kam 1951 in der Ruaha-Ebene in Tansania zur Welt und lebte seit
dem 1. November 1952 im Zolli.
Sie war weltweit der älteste Afrikanische Elefant in Menschenobhut. Wie
bei betagten Menschen auch, war bei Ruaha das hohe Alter sowohl körperlich
wie auch im Verhalten deutlich sichtbar. Der einst mächtige Körper ist
etwas zusammengefallen und das Gesicht eingesunken, die Greisin stand
auch gerne etwas abseits von der Gruppe und genoss ihre Ruhe. Dennoch
war Ruaha, gerade wegen ihres hohen Alters, nach wie vor die uneingeschränkte
Chefin oder - wie man bei den Weibchenherden der Elefanten sagt - die
Matriarchin.
Ruahas raue, borkige Haut war keine Alterserscheinung, sondern die Auswirkung
einer vererbten Überproduktion der Hornhaut, einer Hyperkeratose. Seit
frühester Jugend vermehrten sich bei Ruaha die Hornzellen der obersten
Hautschicht zu schnell und in der Folge faltet sich die übermässig wachsende
Hornhaut auf. |